Voller Freude darf ich euch mitteilen, dass mein erstes Fotobuch (self-published photobook) erschienen ist!

Das Buch – eine Ode an die Nebensachen – besteht aus drei Kapiteln und führt zunächst in die Region Veneto, zu den Schauplätzen des Buches „In Veneto, 84- 89“ des italienischen Fotografen Guido Guidi (www.mackbooks.co.uk). 45 Jahre nach dessen Erkundungen durchstreife ich seine „non-places“ und versuche, Veränderungen und Parallelen zu entdecken.

Anschließend widme ich mich meiner Wahlheimat, der Wachau, Wien und dem Waldviertel. Diese neue Heimat ist vor allem durch die Donau geprägt. Viele Bilder sind an den Ufern des Flusses entstanden, der mir, wie Italien, lebenslänglicher Sehnsuchtsort geblieben ist.

Im dritten Teil lotet das Buch schließlich das poetische Potenzial meiner Fotografie aus. Die Bilder sind in locker komponierten Sequenzen angeordnet, die als Meditationen über die Bedeutung des Festhaltens und Loslassens betrachtet werden können. Die Randerscheinung wird zur Bühne, die Protagonistinnen sind Sehnsucht und Veränderung.

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Gert Lanser
„Exploring Heimat“

Edition Eigenfarben
236 Seiten, Softcover
Format: 230 x 305 mm
ISBN: 978-3-9505465-3-8
36,00 EUR (zzgl. Versandkosten)

Limitierte Sonderausgabe:
Photobook + 1 Originalprint, 13 x 18 cm
nummeriert & signiert
Edition: 10
54,00 EUR (zzgl. Versandkosten)

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Dank an

Guido Guidi, für sein wundervolles Werk über die Jahrzehnte.

Richard Hirschbäck, Oskar Putz und Otto Hochreiter, für ihre frühen Bestärkungen.

Markus Wieser, dessen Bilder und Begeisterung meine Liebe zur Fotografie neu entfacht haben.

Regina Anzenberger, durch deren „photobookstudies“ der Keim zu diesem Buch gelegt wurde.

Kristin Dittrich, die mir geduldig vermittelt hat, was Fotografie zu erzählen vermag.

Nina, Catherine, Matthias, Brigitte, Katharina, Guadalupe und die vielen unbekannten und doch vertrauten Menschen, die ich im Lauf der vergangenen 8 Jahre fotografieren durfte.
Nicoleta danke ich zusätzlich für die textliche Inspiration.

Oliver Nutz, für all seine Anregungen die Bildauswahl betreffend – und für die leeren Seiten, die er übervorsichtig und dennoch unmissverständlich einforderte.

Franz Josef Gaugg und Rainer Wisiak, mit denen ich 2023 den Verein Eigenfarben (www.eigenfarben.at) ins Leben rufen durfte. Sie haben den monatelangen Prozess der Buchwerdung liebevoll begleitet und meine Unsicherheiten großzügig ausgehalten.

Kay Mühlmann für die englische Übersetzung des Buchtextes (welche noch auf ihren Einsatz wartet).

Speziell danken möchte ich Elena Henrich, die eine wunderbare Serie von Bildern aus 2019 auf Instagram mit #exploring #heimat hashtagte. Ich hoffe, sie nimmt mir die unverschämte Aneignung nicht übel.

Und last but not least, oder besser – allen voran – möchte ich Marion danken, für die Unermüdlichkeit.


seesee #0 – Sweet Apocalypse

Nullnummer, Dezember 2019
210 x 297 mm
36 Seiten
Munken Pure 
Auflage: 25 Stk.

Es gibt noch 9 Exemplare!

„Eine Kamera, die nichts will, schießt ihre Bilder nicht, will die Motive nicht erwischen, will sie nicht festhalten, nicht einfangen. Vielmehr befragt sie das Licht – und bittet den Moment, kurz innezuhalten. Die Kamera öffnet sich, lässt Licht und Moment eintreten. So entsteht eine Bühne für eine Architektur, die Stimmungen trägt und evoziert, und auf diese Weise die Kulisse bildet, für schmales, wie für fettes Leben.

Ich fühle einen sanften Stich in der Brust beim sehnsuchtsvollen Blick auf die noch geschlossene Bar in Rijeka mit dem pittoresken Hintergrund des Mittelmeerhafens. Von dort unten wird wohl das Leben nach getaner Arbeit den Berg herauf sich drängen. Die fetten Arbeitsjacken über die dunklen Stühle hängen. Mit trockenem Mund auf den ersten kräftigen Schluck sich freuen. Diesen Platz erwecken. Wie jeden Abend? Seit jeher schon?“


Franz Josef Gaugg, März 2023

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Gert Lanser
„Exploring Heimat“

Seite 198